Peter Pacult, Sky und die Freundschaft


Peter Pacult mag außerhalb der Rapid-Gemeinde nicht überall Freunde haben. Das ist weder besorgniserregend noch besonders außergewöhnlich, sondern eher eine normalmenschliche und im Fußball sowieso systemimmanente Erscheinung. Bloß für Pay-TV-Sender Sky scheint es eine Abnormalität zu sein, was bei besagtem Medium auch veranlasst diese Thematik zum zentralen Streitpunkt eines Interviews zu machen…

Aber der Reihe nach: Es scheint, als müsse sich Peter Pacult sowieso jedes Mal überwinden, vor Kameras des ehemaligen Premiere-Senders Sky zu treten. Selbst wenn mit etwas Zynik versehen, er tut es. Eine Tatsache die verwunderlich erscheint, spätestens seit dem 5. Dezember des Vorjahres, als Pacult nach einem 3:1-Sieg gegen Kapfenberg die Sicherungen durchbrannten.

Damals wurde Pacult – wenn auch indirekt – unterstellt, er würde sich über eine Überwinterung an der Tabellenfront eher weniger freuen. Was folgte war unkonventionell und unter Fans seither ein Brüller:

Seit diesem Moment, also beinahe ein Jahr, blieb es verhältnismäßig ruhig in der Zweckbeziehung Pacult-Sky. Bis zum gestrigen Samstag, als Pacult wieder einmal interviewtechnisch den Rahmen sprengte. Nicht geleitet von bloßen Rachegelüsten, sondern eher von provokanter und völlig zweckundienlicher Fragerei des Herren von Sky.

Schon während der Übertragung warf Kommentator Thomas Trukeschitz in den Äther, Peter Pacult und Wacker Innsbruck-Coach Walter Kogler seien keine großen Freunde. Schuld sei eine Spielzeit bei der Wiener Austria, die Kogler und Pacult gemeinsam absolvierten. Und natürlich die gute Tiroler-Beziehung zwischen Rapid-Sportchef Ali Hörtnagl und Walter Kogler, was wiederum – laut Trukeschitz – Pacult gegen den Strich gehen dürfte.

Eine Behauptung eigentlich ohne Bedeutung, allerdings mit folgenschwerer Dramatik. Denn Interviewer Jörg Kühne hat just diese These in die Nachbesprechung der Partie SK Rapid – Wacker Innsbruck einfließen lassen, was Pacult mehr aus der Reserve lockte als die vorangegangenen 90 Minuten. Das heitere Nachfragen entwickelte sich, nach verständlichem Ärger Pacults und folgenden Beteuerungen, er verstehe sich gut mit Kogler, zu einem Trotzinterview.

Zweckdienliches konnte man aus dem Interview nicht mehr entnehmen. Und Dank einer unnötigen Stichelei eines – in dieser Situation – zu höchst unprofessionellen Reporters blieb eine fundierte Analyse aus. Und somit auch die Antworten auf die nie gestellten Fragen, warum etwa Pacult Rapids linke Seite 60 Minuten verwaisen hat lassen, warum Strafraumkobra Salihi und Größenungeheuer Vennegoor of Hesselink nicht mit Bällen versorgt wurden, warum…

Dafür wissen seit Samstag alle, dass Pacult Kogler nicht leiden kann. Oder auch nicht…

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~ von hofaj - Oktober 17, 2010.

4 Antworten to “Peter Pacult, Sky und die Freundschaft”

  1. PS: Bis dato konnten wir besagtes Interview im weltweiten Web leider nicht auffinden, wenn ihr es tut, bitte posten!

  2. auch mir fiel schon des öfteren der dämliche kommentar des oder der reporter von sky gegenüber rapid auf.sie sollen ein spiel neutral kommentieren und sonst eigentlich nichts, alles andere ist entbehrlich.

  3. LEIDER wird immer die Antwort hinterfragt anstatt die SAUDUMME UND SEHR PROVOKANTE Frage…
    PP ist auch nur ein Mensch und bei solchen Sitationen würden wir großteils, wenn es einem selber betrifft, genauso reagieren…
    DAS IST EINE SEHR UNSERIÖSE BERICHTERSTATTUNG!

  4. pacult ist halt beliebtes ziel weil er erstens eine breite masse (indirekt) betrifft und zweitens eine zutiefst polarisierende persönlichkeit ist…leider passiert das fast nie mit fakten!

    @ps: wie wahr, die frage hinterfragt kaum jemand…

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