Schlusspfiff für Didi Constantini


Was nach zwei Auftaktserfolgen gegen Kasachstan und Aserbaidschan sowie dem folgenden Auswärtsremis in Belgien schöner dargestellt wurde, als es eigentlich war, ist nach dem 0:2 gegen die „Roten Teufel“ wieder ins rechte Licht gerückt: Österreichs Nationalmannschaft hat sich wenig bis gar nicht weiterentwickelt und ist damit nur Stellvertreter jenes Mannes, der die fußballerische Stagnation vorantreibt. Auf die sportliche folgte bereits am selben Abend auch die endgültige Bankrotterklärung des Trainers.

„Wir waren nicht in der Verfassung, dass wir das noch gedreht hätten“, meinte Teamchef Didi Constantini kurz nach dem Spiel, lies jedoch tiefgreifendere Analysen zur Ursache leider nicht folgen. Statt dessen folgte eine im Constantini’schen Kommunikationskonzept bekannte und ebenso nichtssagende Floskel: „Es ist normal, dass die Spieler am Boden liegen, wir werden sie aber aufrichten und dann schauen, was am Dienstag herausschaut.“

Klar, dass die Spieler nach einer derartigen Darbietung nicht unbedingt die glücklichsten sein würden. Unverständlich, dass sich Constantini mit in Österreich bekannter „schau ma moi“-Mentalität zum und über das nächste Spiel hanteln zu versucht. Vor allem, da das Belgien-Spiel die fehlenden taktischen Feinheiten so arg offenbarte. Doch wie eben angesprochene Mentalität ist auch der fehlende Mut zur Kritik in Österreich ein weit verbreiteter.

So sieht Ex-Teamchef Josef Hickersberger in der heutigen „Kronen Zeitung“ ein Team mit Zukunft, Walter Schachner glaubt gar noch an eine erfolgreiche EM-Quali. Blauäugige Ansichten, die dem Team genau so viel weiterhelfen wie die Glorifizierung eines Ortes namens Cordoba. Einen Schritt weiter geht in selbem Medium ÖFB-Generaldirektor Gigi Ludwig, der gerade jetzt mit Constantini über eine Vertragsverlängerung sprechen würde. Denn damit würde man den Spielern die Chance nehmen, ein Alibi zu erfinden, und diese gleichzeitig in die Pflicht nehmen.

Stopp. In die Pflicht nehmen wäre das Schlagwort. Jedoch nicht nur die Spieler, sondern auch deren taktischen K(r)opf in Form des Teamchefs. Geschehen tut dies jedoch selbst nach einer Leistung wie gegen Belgien vom ÖFB und auch medial wenig bis gar nicht. Solange die Chance nicht (wieder einmal) rechnerisch dahin ist, wird Constantini weiterpfuschen dürfen und damit eine Generation hoffnungsvoller Kicker verheizen. Denn die Vermutung liegt nahe, dass Constantini nur deshalb so oberflächlich agiert, weil er auf Grund fehlender taktischer Kenntnisse gar nicht mehr thematischen Tiefgang bringen kann.

Schlusspfiff. Bitte schnell!

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~ von hofaj - März 27, 2011.

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