Rot-Weiß-Rote Fehleinschätzung


Die Hoffnungen waren groß, die Vorzeichen denkbar schlecht und die Resultate dementsprechend ernüchternd: Sowohl der SK Rapid als auch die Red Bulls aus Salzburg stehen nach zwei Spieltagen in der Europa League mit null Punkten am Konto im sportlichen Abseits. Die unerfüllten Erwartungen sind kein Mangel an sportlicher Qualität sondern das Fehlen österreichischer Selbsteinschätzung…

Hoffnung: Vorhanden, da Red Bull im Vorjahr sensationell und trotzdem mit bestärkenden Leistungen als erste Mannschaft überhaupt 18 Punkte aus sechs Spielen holte; Rapid ebenso gut startete und gegen vermeintliche Große Europas überzeugende Leistungen darbot. Die grün-weißen Leistungen haben für heurige Saison ähnliche Heldentaten erwarten lassen, in Salzburg ging man gar vom Durchmarsch in der Champions League aus.

Vorzeichen: Wer Manchester City und Juventus Turin in die Gruppe gelost bekommt (oder auch umgekehrt), darf die Champions League-Gruppenphase genießen, wenn es dann doch nur die Europa League ist jedoch nichts erwarten. Ebenso trist die Realität in der Gruppe der Hütteldorfer, wo sowohl der FC Porto als auch Besiktas Istanbul sportlich wie auch finanziell zumindest eine Liga über den Grün-Weißen agieren.

Resultate: Ein dezentes, aber umso deutlicheres 0:2 gegen ManCity sowie die selbe Gaudi bei Lech Posen – Salzburg steht mit null Punkten und einem Gesamtscore von 0:4 vor dem Aus. 0:3 in Porto, eher schmeichelhaft denn hart umstritten, sowie ein 1:2 daheim gegen Besiktas – Rapid hat auch keinen Punkt mehr als der Ligakonkurrent, die Tordifferenz ähnelt.

Selbsteinschätzung: Ja, man muss an den Erfolg glauben. Ja, man muss alles probieren selbigen einzufahren. Nein, man kann nicht erwarten, gegen eben genannte Gegener reüssieren zu können. Das ist keine österreichisches Phänomen des Schwanz Einziehens, sondern das einzig realistische Urteil. Der Beweis wurde in vier Spielen geliefert. Wer jetzt noch immer denkt man könne ohne weiteres europäische Spitzenklubs panieren wie Wiener Schnitzl vor dem Eintauchen ins heiße Fett, der verweigert sich selbst und womöglich auch Leuten in seinem Umfeld die wahre Wahrheit. Dies mag zwar keine Resultate ändern, deren Hergang aber zumindest etwas plausibler als bisher gestalten.

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~ von hofaj - September 30, 2010.

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