FC Salzburg vs. Manchester City – Wenn Geld Fußball spielt


Für Red Bull Salzburg ist es als Ligakrösus mittlerweile zur Gewohnheit geworden, dass man nicht nur finanziell die erste Geige im heimischen Fußball zupft. Doch wenn sich der Milliardenverein Manchester City im Rahmen der Europa League in die Mozartstadt gesellt, hofft man sogar bei Red Bull Salzburg, dass Geld ausnahmsweise nicht Fußball spielen wird…

Denn mit einem Gesamtmarktwert von fast 360 Millionen Euro lassen die Kicker von Manchester City die Bullen aus Salzburg mit „nur“ 42 Millionen Euro Marktwert ganz schön arm aussehen. Eine völlig neue Situation, wenn man bedenkt, dass die Salzburger sich am Transfermarkt für österreichische Verhältnisse normalerweise völlig frei bedienen können. Angesichts solcher Gegenüberstellungen bleibt selbst den Bullen nur über, eine alte Fußballer-Weisheit zu bedienen: „Hoffentlich schießt Geld keine Tore.

Unterstrichen wird das finanzielle Schreckensszenario von Übungsleiter Huub Stevens, der die unglaubliche Qualität des Gegners hervorstrich – wohl diesmal nicht nur auf deren Marktwert bezogen. Verstecken braucht sich der FC Salzburg gegen die „Blues“ aus Manchester trotz dieser Ausgangslage jedoch nicht:

Obwohl man im Vorjahr gegen Standard Lüttich aus dem Bewerb flog, setzte man als erste Mannschaft mit sechs Siegen in ebenso vielen Spielen ein deutliches europäisches Ausrufezeichen. Parallelen zur Vorsaison mit dem Ausscheiden in der CL-Quali würde man in Salzburg damit wohl gerne in Kauf nehmen. Mit dieser internationalen Erfahrung in der Hinterhand und dem Wissen, große Gegner schlagen zu können, eventuell gepaart mit einer gewissen Überheblichkeit der Stars von Manchester City, dürfte Red Bull Salzburg zumindest theoretisch über die Möglichkeiten verfügen, gegen die sportliche und finanzielle Übermacht des Gegners ankämpfen zu können.

Und sollte dieses Unterfangen nicht mehr als ein Versuch gewesen sein, dann kann man im Nachhinein zumindest davon sprechen, so etwas wie einen Hauch von Champions League-Atmosphäre im wunderschönen Wals-Siezenheim gespürt zu haben.

Apropos Champions League: Mark Janko lud seinen ehemaligen Brötchengeber Didi Mateschitz zum ersten Heimspiel von Twente Enschede ein – böse Zungen behaupten, damit dieser genau diesen Hauch endlich einmal spüren könne…

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~ von hofaj - September 14, 2010.

Eine Antwort to “FC Salzburg vs. Manchester City – Wenn Geld Fußball spielt”

  1. die englische presse über rb salzburg: „New owner Dietrich Mateschitz – the billionaire owner of energy drink
    company Red Bull – went into the club with all the delicacy and
    sensitivity of a red bull in a china shop.“

    http://menmedia.co.uk/manchestereveningnews/sport/football/manchester_city/s/1325017_salzburg_show_how_not_to_do_a_takeover

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