Tanz auf dünnem Eis


Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und nach der Saison ist vor der Saison, was die Auslosung für die Bundesligasaison 2009/10 nur 20 Tage nach dem letzten Bundesligaspiel der alten Saison untermauert. Doch wirklich schlauer scheint man in der Auslosungszentrale der österreichischen Bundesliga bezüglich Terminansetzungen nicht geworden sein, denn wie in den vergangenen Jahren steuert der Bundesliga-Dampfer frontal auf den Alpen-Eisberg zu…

Die Problematik ist folgende: Wie Chancentod schon im Februar des heurigen Jahres bemängelte, verfügen vier Bundesligisten über kein Stadion mit wohlig warmer Rasenheizung, gleichzeitig liegt die durchschnittliche Temperatur in Österreich von November bis Februar unter Null Grad Celsius. Der winterliche Supergau auf Österreichs Fußballplätzen scheint vorprogrammiert, wenn man sich die Auslosung für die kommende Bundesliga-Saison ansieht.

Ab der 15. Runde, die am 7. November 2009 über die Bühne gehen wird, begibt sich die Bundesliga in Gefahr, Opfer möglicherweise gefrorener Spielplätze zu werden. Dass dieses Risiko bis zur 22. Runde am 27. Februar 2010 getragen wird, lässt schon jetzt eine Absagen- und Verschiebungsflut auch für Nicht-Meteorologen prophezeihen.

Größte Gefahr bieten hierbei natürlich die vier Stadien ohne Rasenheizung. So „darf“ Ried fünf Heimspiele von der 15. bis zur 22. Runde austragen, Kapfenberg und Mattersburg jeweils vier und Wiener Neustadt drei. Insgesamt 16 Partien, die damit schon im Vorfeld dem Risiko ausgesetzt werden, nicht termingerecht absolviert werden zu können.

Dabei wäre es von Seiten der Bundesliga derart einfach, einem möglichen Schneechaos im Winter entgegenzuwirken. So ließe sich die positive Lizenzerteilung für die Vereine einfach an das Vorhandensein einer Rasenheizung binden. Oder – womöglich konfliktfreier und auf jeden Fall kostengünstiger für die betroffenen Vereine – es würden statt 19 Partien im Herbst (plus etwaiger Spiele in der Champions- und Europa-League) und 17 im Frühjahr das Blatt einfach gewendet und mehr Spiele im Frühjahr austragen werden. Dann, wenn Österreichs Vereine in den internationalen Bewerben sowieso nicht mehr vertreten sind…

(zuletzt aktualisiert um 12:30 Uhr)

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~ von hofaj - Juni 19, 2009.

2 Antworten to “Tanz auf dünnem Eis”

  1. Kärnten bekommt soeben eine rasenheizung..

  2. thx

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