Na shledanou, Karel!


ÖFB-Teamchef Karel Brückner ist seit Montag Geschichte. Die Zusammenarbeit mit dem tschechischen Erfolgstrainer sei laut Neo-ÖFB-Präsident Leo Windtner mit sofortiger Wirkung und einvernehmlich beendet worden, wie der ÖFB auf seiner Homepage in einem kargen Statement verlautbaren lässt. Was nach der ersten Amtshandlung des als „Macher“ bekannten Windtner aussieht, entpuppt sich hinter der Fassade als Kommunizieren einer Leistung, die man selbst gar nicht vollbracht hat…

Denn: Windtner, der ÖFB und zahlreiche heimische Medien sprechen von der einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses nach einem etwa zwanzigminütigen Telefongespräch in freundschaftlicher Atmosphäre. Etwas anders sieht es der Betroffene, Ex-Teamchef Karel Brückner: „Ich selbst habe bereits am 23. Februar in Verhandlungen mit dem ÖFB um vorzeitige Beendigung meines Vertrages ersucht“, wie kurier.at berichtet. Weiters soll der ÖFB laut Brückner bereits am 23. Februar die Auflösung der Zusammenarbeit per 28. Februar bestätigt haben.Deshalb kämen ihm, Brückner, „die Ereignisse der letzten Tage doch etwas seltsam vor.“

Glaubt man dem absoluten Ehrenmann Karel Brückner dann stellt sich die Frage, warum der ÖFB bzw. Windtner diese Entscheidung nicht gleich  am 23. Februar präsentierte? Etwa wirklich nur, um die Bestellung Windtners abzuwarten und ihm sodann sofort das Image des starken Mannes zu verpassen?

Fakt ist, dass die Ära Leo Windtner mit einem Paukenschlag beginnt, denn neben der Teamchefsuche – die in den nächsten zehn Tagen abgeschlossen werden soll (wobei man seit dem 23. Februar schon beinahe zehn Tage Zeit gehabt hätte…) -, stehen auch die offenen Personalien Jan Kocian und Andreas Herzog (Anmerkung: gab heute bekannt, genug von der Rolle in der zweiten Reihe zu haben) auf der Tagesordnung. Wie es weitergeht, weiß keiner außer wohl Leo Windtner selbst. Und ob der, um beim Paukenschlag zu bleiben, dieses fortissimo in dieser Intensität aufrecht erhalten kann, ist anzuzweifeln!

Karel Brückner ist jedenfalls seit Montag Geschichte. Seiner Gesundheit ist es zu wünschen, dass er sich vom Abenteuer ÖFB-Team baldigst erholt. Und schließlich bleibt ihm die Gewissheit, von Anfang an keine reale Chance bekommen zu haben und auch ein Trainer wie Ernst Happel keine bessere Bilanz aufweisen konnte…

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~ von hofaj - März 3, 2009.

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