Konfuser ORF


Der ORF zeigte am Sonntagnachmittag die Entscheidung der Nordischen Kombination bei der WM in Liberec in Konferenz (entspricht einer Schaltung nach Salzburg…) mit dem Spitzenspiel Red Bull Salzburg gegen Rapid Wien. Folgende Kritik soll sich nicht gegen die Übertragung einer Entscheidung einer Weltmeisterschaft richten, die sicher als wichtiger zu gewichten ist als ein Spiel der österreichischen Bundesliga, sondern gegen die Art und Weise, wie man dem Zuseher derartiges präsentiert.

Hatte man am schon am Samstag den 1. Durchgang des Herren-RTL der Entscheidung beim Doppelsieg der Biathlon-WM in Südkorea vorgezogen, so lernte man am Sonntag beim ORF dazu und zog die Biathleten dem Damen-Super-G vor, um diesen dann im Anschluss als Zusammenfassung zu bringen – leider von den Kommentatoren als Live-Event präsentiert…

Ähnlich dann die Konkurrenzsituation zwischen Nordischer Kombination und Fußball: Bis zur 20. Spielminute in der Bullenarena zeigte man die Nordische Kombination, wo die Medaillenchancen von Bieler, Gruber und Co. bereits nach wenigen Minuten vertan waren.

Grundsätzlich ist es dem ORF zu Gute zu halten, dass er sämtliche wichtige Entscheidungen zeigt und somit seinem Informationsauftrag ein bisserl nachkommt. Warum man allerdings nicht von einem ORF Sport plus (ehemals TW1) Gebrauch macht, und die Nordische Kombination zur Gänze und stressfrei in ORF 1 bringt, dafür den 2:1-Sieg der Bullen in ORF Sport plus live von der ersten Minute an zeigt, bleibt unverständlich…

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~ von hofaj - Februar 23, 2009.

Eine Antwort to “Konfuser ORF”

  1. Diese Vorgehensweise des ORF ist nicht neu: Immer wieder werden zeitversetzte Übertragungen als Live-Event verkauft. Zudem reagiert man in der ORF-Sportredaktion schwerfällig auf im Vorfeld nicht absehbare berichtenswerte Ereignisse: siehe Biathlon-Doppelsieg am vergangenen Samstag.

    Wie es besser gehen könnte, zeigen jeden Samstag und Sonntag (abwechselnd) ARD und ZDF: Je ein Sender bietet eine stundenlange Livestrecke mit zahlreichen Sportübertragungen. Es gibt weniger Vor- und Nachberichterstattung, die Interviews sind kurz und haben – da weniger belanglose Fragen – meist auch mehr Substanz. Außerdem werden immer wieder Ergebnisse bzw. Zwischenstände anderer Bewerbe eingeblendet und Aufzeichnungen bzw. kompakte Zusammenfassungen nicht als Liveübertragung verkauft.

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