Der Schnee-Test


Februar in Österreich: Während sich da und dort der erste Grashalm schon oder schon wieder durch die Schneedecke bohrt, hat in vielen Teilen des Landes König Winter noch die Oberhand. Leidtragende davon sind im Fußball vor allem die Platzwarte, die gegen Vereisung des Spielfeldes oder komplette Unbespielbarkeit ob der starken Schneefälle ankämpfen. Das aktuelle Dilemma in Klagenfurt, wo das Auftaktspiel zur Frühjahrsmeisterschaft zwischen Austria Kärnten und Sturm Graz wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden musste, veranlasste uns, die österreichischen Stadien einem Schnee-Test zu unterziehen.

Red Bull Arena:

Bereits bei den Umbauarbeiten für die EURO 2008 wurde im Sommer 2005 eine Rasenheizung für die Bullen aus Salzburg installiert.

Gerhard-Hanappi-Stadion:

2006 mit einer Rasenheizung ausgestattet, um den Spielbetrieb des SK Rapid bei jeder Wetterlage zu garantieren.

UPC-Arena:

Die Heimstätte der „Blackies“ verfügt über eine Rasenheizung.

Franz-Horr-Stadion:

Das ehrenwerte Zuhause der „Veilchen“ erhält zur Saison 2009/2010 eine Rasenheizung.

Hypo-Group-Arena:

Ein Jahr nach der Europameisterschaft in Österreich erhält das Heimstadion von Austria Kärnten doch noch eine Rasenheizung.

Fill-Metallbau-Stadion:

Das schmucke Stadion der SV Ried verfügt über keine Rasenheizung.

Linzer Stadion:

Besser bekannt als „Gugl“ und mit einer Rasenheizung ausgestattet.

Franz-Fekete-Stadion:

Das ehemalige Alpenstadion beeindruckt zwar mit einer atmosphärisch wenig zweckdienlichen Laufbahnen, Rasenheizung bietet das Stadion des SV Kapfenberg jedoch keine.

Pappelstadion:

Das neben einer Eisenbahn-Trasse erbaute Stadion des SV Mattersburg kann mit keiner Rasenheizung aufwarten.

Stadion Wiener Neustadt:

Das Daheim der Bundesligaaufsteiger aus Wiener Neustadt verfügt über keine Rasenheizung.

Ganze fünf Stadien der Bundesligisten verfügen über keine Rasenheizung und sind somit der Willkür des Wettergottes ausgesetzt, während zwei der drei größten österreichischen Stadien – siehe unten – bei Schneelage bespielbar wären, jedoch nicht für den Erstligafußball genutzt werden.

Ernst-Happel-Stadion:

Wurde im Zuge des Umbaus 2005 mit einer Rasenheizung versehen.

Tivoli-neu:

In Innsbruck dachte man einen Schritt weiter und statte ob der Zweitklassigkeit des FC Wacker Innsbruck das Stadion mit einer Rasenheizung aus.

PS: Der Einbau einer Rasenheizung kostet laut wikipedia zwischen 400.000 und 800.000 Euro

(zuletzt aktualisiert am 19. Juni 2009)

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~ von hofaj - Februar 16, 2009.

2 Antworten to “Der Schnee-Test”

  1. […] Rahmenbedingungen zu schaffen und für einen professionellen Spielbetrieb zu sorgen. Momentan verfügen gerade vier von zehn Bundesligastadien über eine Rasenheizung (Sturm, LASK, Rapid, Red Bull). In Deutschland sind selbst Teams der 2. […]

  2. […] ist folgende: Wie Chancentod schon im Februar des heurigen Jahres bemängelte, verfügen fünf Bundesligisten über kein Stadion mit wohlig warmer Rasenheizung, gleichzeitig liegt die durchschnittliche Temperatur in Österreich von November bis Februar unter […]

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