Rundes Leder, verseucht und zugespritzt


Mit der Verurteilung des österreichischen Radprofis Bernhard Kohl durch die Nationale Anti-Doping Agentur NADA zur Höchststrafe von zwei Jahren auf Grund des Dopings durch das EPO-Nachfolgeprodukt CERA ist der Radsport und vor allem die Doping-Problematik wieder in aller Munde. Doch schwarze Schafe gibt es nicht nur im Radsport oder in der Leichtathletik, auch im Fußball finden sich zahlreiche – teilweise schon in Vergessenheit geratene – Fälle von unerlaubter Leistungssteigerung. Chancentod hat für euch versucht, eine Liste aller Dopingfälle im Fußball der letzten 20 Jahre aufzulisten – bekannte Fälle von Maradona, Guardiola, Romário und Stam bis Mutu, wie auch unbekanntere von Rashid, Segales bis Schrooten.

Matteo Perelli: Nach dem italienischen Erstligaspiel am 5. Oktober 2008 des FC Genua gegen den SSC Napoli war der 19-jährige Perelli, der beim Spiel nicht zum Einsatz kam, positiv auf Cannabis getestet worden.

Jon Conway und Jeff Parke: Dem Tormann und Defensivmann von Red Bull New York waren die Einnahme von anabolen Steroiden nachgewiesen worden. Beide Spieler fassten zehn Spiele Sperre aus.

Rodrigo Souto: Nach einer positiven Urin-Probe auf Kokain im Rahmen einer Copa-Libertadores-Begegnung im März 2008 war der Mittelfeldmann vom südamerikanischen Verband für zwei Jahre gesperrt worden. Vor kurzem gab die FIFA jedoch einem Einspruch des Spielers statt und hob die Sperre auf.

Francesco Flachi: Im Juni 2007 wurde der für Sampdoria Genua spielende Flachi vom italienischen Verband für 2 Jahre gesperrt, nachdem der im Jänner positiv auf Kokain getestet und usprünglich zu 16 Monaten Sperre verdammt wurde.

Romário: Der Weltmeister von 1994 und laut eigenen Angaben über 1000-facher Torschütze war am 28. Oktober 2007 positiv auf Finasterid, eine Substanz zur Vermeidung von Haarausfall, getestet und vom brasilianischen Verband für 120 Tage gesperrt worden.

Nicholas Caglioni: Der Torwart des FC Messina wurde am 11. Febura 2007 positiv auf Kokain getestet und im darauffolgenden Juli von der Disziplinarkomission des italienischen Verbandes für zwei Jahre gesperrt.

Angelo Pagotto: Wurde ebenfalls wegen Kokain-Missbrauchs gesperrt.

Ukraine: Nach einem unverbindlich Test unter Erstligaspielern wurden 16 Spieler der ersten Liga positiv getestet. Sperren blieben aber aus, da die Tests anonym durchgeführt wurden und rein der Sammlung wissenschaftlicher Daten dienten.

Dmitri Newmijaka: Der ukrainische U21-Verteidiger wurde nach einer positiven Probe auf das Diuretikum Chlorthalidon nach dem Halbfinale der U21-EM 2006 in Portugal für ein Jahr gesperrt.

Modou Jagne: Nach einer Trainingskontrolle wurde der gambische Offensivmann positiv auf Cannabis getestet, gab dies zu und wurde in der Saison 2006/07 für mehrere Spiele gesperrt.

Cannabis - ebenso im Visier der Dopingfahnder

Christian Mayrleb: Am 6. November 2006 wurde der damalige Pasching-Stürmer im Rahmen einer unangemeldeten Trainingskontrolle durch die NADA positiv auf das Blutdruckmittel CoDiovan getestet. Am 18. November durch den Senat I der Bundesliga freigesprochen, verzichtete auch die Unabhängige Schiedskommission der Bundes-Sportorganisation (BSO) auf eine Sperre.

Nuno Assis: Dem Portugiesen war im Dezember 2005 ein erhöhter Norandrosteron-Wert nachgewiesen worden, er wurde für ein Jahr gesperrt.

Marco Boriello: Auf Grund einer positiven Probe auf die verbotenen Substanzen Prednison und Prednisolon wurde der Stürmer des AC Milan gesperrt.

Marokko: Fünf Nachwuchsspielern der marokkanischen Olympia-Auswahl wurde 2006 der Konsum von Cannabis nachgewiesen.

Jonathan Bachini: Nach wiederholter Einnahme von Kokain wurde der Allrounder des AC Siena im März 2006 lebenslang gesperrt.

Julio Cesar Baldivieso: Dem ehemaligen bolivianischen Teamspieler wurde am 4. März 2006 die Einnahme von Kokain nachgewiesen.

Everton Giovanella: Die spanischen Sportbehörden sperrten den 35-jährigen Mittelfeldakteur nach einem positiven Test auf Nandrolon im Dezember 2004 für zwei Jahre.

Nemanja Vucicevic: Der serbische Profi in Diensten der TSV 1860 München unter Trainer Walter Schachner hatte die verbotene Verschleierungs-Substanz Finasterid, ein Haarwuchsmittel, eingenommen und wurde am 2. Dezember 2005 für 6 Monate gesperrt, zudem wurden seinem Klub 3 Punkte aberkannt.

Abel Xavier: Am 29. September 2005 war dem damaligen Klubkollegen von Emanuel Pogatetz beim FC Middlesbrough die verbotene Einnahme des anabolen Steroids Dianabol beim UEFA-Cup-Spiel gegen den griechischen Klub Xanthi nachgewiesen worden.

Josep Guardiola: Dem aktuellen Trainer des FC Barcelona war im November 2001 Nandrolon-Doping nachgewiesen worden. Im Mai 2005 wurde er als erster Spieler in Italien wegen Dopings zu einer Haftstrafe von sieben Monaten sowie einer Geldstrafe von 9.000 Euro verurteilt.

Jegor Titow: Am 15. November 2003 wurde der Russe beim EM-Playoff-Spiel gegen Wales positiv auf Bromantan getestet und für ein Jahr gesperrt.

Alexandros Kaklamanos: Der griechische Stürmer in Diensten von Standard Lüttich wurde vom belgischen Kontrollausschuss des belgischen Fußballverbandes im November 2004 für 5 Monate gesperrt. Grund: ein positiver Kokain-Test.

Jian Sheng Liu: Wurde wegen verbotener Amphetamin-Einnahme gesperrt.

Zhang Shuai: Wegen Dopings für 6 Monate gesperrt.

Marcos Senna: Der Europameister von 2008 wurde im November 2004 wegen Einnahme verbotener Steroide von der UEFA für 60 Tage gesperrt und mit einer Geldstrafe von 10.000 Schweizer Franken belegt.

Adrian Mutu: Der vierfache Fußballer des Jahres in Rumänien wurde nach einem von seinem Coach Jose Mourinho angeordnenten Test des Kokain-Konsums überführt und für 7 Monate gesperrt. Im Oktober 2008 verhängte die FIFA gegen den aktuellen AC Fiorentina-Stürmer auf Grund entgangener Leistungen für den FC Chelsea eine Rekordstrafe von 17 Millionen Euro.

Tamas Petö: Der 14-fache ungarische Internationale wurde im Februar 2004 der verbotenen Einname von Norandrosteron überführt und musste eine Sperre von 20 Spielen, davon 10 bedingt, absitzen.

Jafal Rashid: Wurde wegen Dopings für 9 Monate gesperrt.

Jose Alfredo Castillo: Der Teamstürmer Boliviens wurde im Juni 2004 des Dopings mit Kokain überführt.

Sebastian Eguren und Adan Vergara: Wurden wegen Dopings für 6 Monate gesperrt. Eguren beteuerte seine Unschuld, er habe kein Kokain zu sich genommen, sondern „Coca-Tee“ getrunken haben, der bei Spielen in großer Höhe hilft.

Rio Ferdinand: Der Abwehrchef von Manchester United wurde im Dezember 2003 nach einem verpassten Dopingtest im September zu einer acht-monatigen Sperre verurteilt. Ferdinand gab damals an, auf den Test „vergessen“ zu haben und musste neben der Sperre 50.000 Pfund Strafe berappen.

Marc Bosnich: Der Kokain-Einnahme überführt wurde im April 2003 von seinem Arbeitgeber Chelsea London fristlos gekündigt.

Daniel Gomez: Im Dezember 2003 positiv auf Methylprednisolon getestet.

Amir Azmy: Der Ägypter wurde bei der Junioren-Weltmeisterschaft positiv auf anabole Steroide getestet.

Alexander Walke: Ebenfalls bei der Junioren-WM positiv auf Tetrahydrocannabinol getestet.

Carlos Gurpegi: Ursprünglich wegen der Einnahme von Nandrolon für zwei Jahre gesperrt, hob das spanische Gericht das Urteil auf. Begründung des Spielers: Sein Körper habe das Mittel auf natürliche Weise produziert.

Spritze

Rusmin Dedic: Dem Slowenen wurde die Einnahme eines Doping-Mittels nachgewiesen.

Saadi Al Ghaddafi: Dem Sohn des Staatspräsidenten Libyens wurde im November 2003 positiv auf Nandrolon getestet.

Manuele Blasi: Blasi war nach dem Serie-A-Spiel seiner Mannschaft Parma gegen Perugia das anabole Steroid Norandrosteron nachgewiesen worden.

Mohamed Kallon: Wurde im Oktober 2003 positiv auf die verbotene Substanz Nandrolon getestet.

Carlos Cordone: Erhielt eine dreimonatige Sperre wegen Cannabis-Konsums.

Fernando Büttenberger Pass: Im Urin des Tormanns wurden Spuren des Anabolikums Clostebo gefunden.

Harley de Menezes Silva: Positiv auf Furosemide getestet.

Marcelo Segales: Spuren eines Stimulanzmittels in der A-Probe.

Sead Seferovic: Wegen Dopings im Oktober 2002 für ein Jahr gesperrt.

Rene Higuita: Der Exzentriker wurde wegen Konsums von Kokain für ein halbes Jahr gesperrt.

Euzebiusz Smolarek: Der 21-jährige Pole mit dem Spitznamen „Ebi“ war nach dem UEFA-Cup-Viertelfinale seiner Mannschaft Feyenoord Rotterdam gegen den PSV Eindhoven positiv auf Cannibol getestet worden.

Joaquim „Quim“ Silva: Portugals Nationaltorhüter wurde im Jänner 2002 des Nandrolon-Dopings überführt.

Jaap Stam: Dem im August 2001 von ManU zu Lazio Rom transferierten Holländer wurde am 14. Oktober die Einnahme des verbotenen Steroids Nandrolon nachgewiesen und für 5 Monate gesperrt.

Edgar Davids: 2001 ursprünglich für 5 Monate gesperrt, später auf 4 Monate herabgesetzt, nachdem ihm Nandrolon nachgewiesen wurde.

Fernando Couto: Für das selbe Delikt wie Davids ursprünglich 10 Monate gesperrt, später ebenfalls auf 4 Monate herabgesetzt.

Regis da Silva: Im August 2001 der Einnahme von Marihuana überführt und gesperrt.

Frank de Boer: Der 112-fache holländische Internationale wurde am am 15. März 2001 nach dem UEFA-Cup-Viertelfinale positiv auf Nandrolon getestet. Die ursprüngliche Sperre von einem Jahr wurde später auf zweieinhalb Monate herabgesetzt.

Adrian Neaga: Lieferte am 14. Juli 2001 einen positiven Dopingtest ab und wurde daraufhin für 6 Monate gesperrt. Diese in erster Instanz verhängte Strafe musste er allerdings nicht absitzen, da er die verbotenen Medikamente ohne sein Wissen eingenommen hatte.

Oscar Lagos: Der Mittelfeldspieler von Honduras wurde 2001 wegen Konsums von Kokain und Marihuana von der Copa America ausgeschlossen.

Christian Buturuga: Bei ihm wurde die verbotene Substanz Metonolon festgestellt.

Stefano Torrisi: Der Mittelfeldakteur des AC Parma wurde am 1. April 2001 des Doping-Missbrauchs überführt.

Stefano Sacchetti und Nicola Caccia: Nach der Einnahme von anabolen Steroiden wurden beide Akteure von Piacenza mit sofortiger Wirkung gesperrt.

Thodoris Zagorakis: Beim Europameister von 2004 wurden 2001 Spuren von anabolen Steroiden gefunden. Zagorakis gab an, wegen einer schweren Verkühlung lediglich ein vom Klubarzt verschriebenes Antibiotikum genommen zu haben.

Jean-Francois Gillet: Positive Dopingprobe im März 2001.

Christian Bucchi, Salvatore Monaco und Andrea Da Rold: Bei allen drei Spielern waren im Februar 2001 Anabolika festgestellt worden. Urteil: 16 Monate Sperre.

Junior Baiano: Der frühere Nationalspieler Brasiliens wurde wegen Dopings mit Kokain für vier Monate gesperrt.

Lopes: Wurde 2000 wegen Kokainspuren in seiner Dopingprobe vom brasilianischen Fußballverband CFB für 120 Tage gesperrt.

Athirson: Ihm wurde ein unerlaubter Appetit-Hemmer nachgewisen.

Quido Lanzaat: Der Mönchengladbacher war 2000 beim Final-Turnier des Hallen-Pokals in München gedopt, ihm wurde der in Haschisch oder Marihuana enthaltene Wirkstoff Tetrahydrocannabinol nachgewiesen.

Thomas Ziemer: Am 29. Mai 1999 war bei Ziemer nach dem Spiel des „Club“ gegen Freiburg ein erhöhter Testosteronwert festgestellt worden, er wurde für 9 Monate gesperrt.

Christophe Dugarry: Am 30. April 1999 war bei Frankreichs Nationalspieler Dugarry ein erhöhter Nandrolon-Wert festgestellt worden. Auf Grund eines Formalfehlers – der durchführende Arzt hatte keine Verbands-Lizenz – hatte der positive Dopingtest für Dugarry jedoch keine Folgen.

Christiano Pavone: 1998 des Anabolika-Dopings überführt.

Jamie Stuart: Der ehemalige englische U21-Spieler war im November 1997 des Kokain- und Marihuana-Konsums überführt worden.

Vincent Guerin, Antoine Sibierski und Dominique Arribage: Die drei Spieler wurden wegen Doping-Vergehens von französischen Verband im Jänner 1998 für sechs Monate unbedingt sowie ein Jahr auf Bewährung gesperrt.

Oscar Passet: Auf Grund der Einnahme von Amphetaminen wurde der Torhüter für 45 Tage gesperrt.

Jay Notley: Der !996 des Dopingmissbrauchs überführte 18-Jährige wurde gleich dreierlei Anschuldigungen überführt: Cannabis, Kokain und Ecstasy führten zu einer Sperre des jungen Engländers.

Semedo: Wurde im April 1996 wegen nachgewiesenen Dopings durch Anabolika gesperrt.

Craig Whitington: Bei einem Dopingtest wurden dem damals 25-Jährigen zum zweiten Mal innerhalb von 10 Monaten der Konsum von Cannabis-Produkten nachgewiesen: 6 Monate Sperre.

Roger Stanislaus: Für ein Jahr gesperrt, da er Kokain zu sich nahm. Wurde für ein Jahr gesperrt.

Walentin Belkewitsch: Der weißrussische Teamspieler wurde 1994 auf Grund der Verwendung der verbotenen Substanz Nandrolon gesperrt, zudem musste sein Verein Dynamo Minsk über 400.000 Schilling Strafe zahlen.

Diego Armando Maradona: Dem Weltmeister und viermaligen Fußballer des Jahres in Argentinien wurden bei der Weltmeisterschaft 1994 eine verbotene Substanz (Ephedrin) nachgewiesen. Die FIFA schloss den damals 33-Jährigen daraufhin aus dem Turnier und allen sportlichen Aktivitäten aus.

Claudio Caniggia: Im April 1993 für 13 Monate gesperrt, nachdem der Stürmer des AS Rom der Einnahme von Kokain überführt wurde.

Andrea Carnevale und Angelo Peruzzi: Den Mannschaftskollegen waren 1990 Spuren des Amphetamin-Derivats Fentermin nachgewiesen worden, was eine Sperre von je einem Jahr sowie einer Geldstrafe von 1,5 Millionen Schilling für deren Verein AS Roma nach sich zog. Carnevale klagte später seinen eigenen Klub an und behauptete, man habe ihn von Vereinsseite her zum Lügen veranlasst.

Partrik Schrooten: Dopingvergehen wegen stimulierender Mittel.

Silvano Fontolan: Der Italiener sorgte für eine unrühmliche Premiere, so war er der erste gedopte Spieler in einem Bewerb des Europäischen Fußballverbandes. Er wurde für sein Vergehen für ein Jahr gesperrt.

(Wer weitere Spieler weiß, bitte einfach posten – Liste wird dann ergänzt!)

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~ von hofaj - November 25, 2008.

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