Die Türkei – Ein vergessenes Land


Knapp zweieinhalb Monate ist es her, als das türkischen Nationalteam rund um Trainerlegende Fatih Terim im Halbfinale der EURO 2008 auf Deutschland traf – und 2:3 verlor. Damit nahm der überraschende Erfolgslauf der Türken ein Ende; was blieb, war der dritte Platz beim Turnier in Österreich und der Schweiz. In der nationalen Liga dieses Landes, der Turkcell Süper Lig, spielen insgesamt vier ÖFB-Legionäre. Keiner davon konnte sich bis jetzt in den Fokus des österreichischen Nationalteams spielen. Davor aber in jenen des türkischen.

Die Rede ist – no na net – von Kayseri-Legionär Turgay Bahadir, der vor kurzem dem Ruf Terims Folge leisten wollte und knapp davor stand, sein Debüt in der türkischen Auswahl zu geben. Durch gute Leistungen in der Liga, seinem Tor gegen Fenerbahce und dem starken Auftritt im UEFA-Cup gegen Paris St. Germain wurde der Taktikfuchs auf den Mittelfeldspieler aufmerksam und berief ihn (natürlich auch, weil ein Großteil des Stammpersonals verletzt ist) ins Aufgebot. Wie schon beim berühmt-berüchtigten „Fall Hofmann“ wurde aus Bahadirs Premiere aber nichts, weil er vor Jahren ein Mal für das rot-weiß-rote U21-Team im Einsatz war. Tja, dumm gelaufen.

Bahadirs Tor gegen Fenerbahce

Da stellt sich nun die Frage, warum der Austro-Türke nie für das heimische Nationalteam in Frage kam. „Ein Spieler, der für den EM-Dritten auflaufen sollte, muss doch für die heimische Auswahl gerade noch gut genug sein, oder?“, so in etwa lautet der Grundtenor der österreichischen Medien. Nun, das erscheint doch sehr optimistisch und voreilig. Natürlich lässt sich Bahadirs Können aus der Ferne nur schwer beurteilen, aber der ÖFB beschäftigt immerhin Scouts, die für eben solche Fälle bezahlt werden. Warum schaut man solchen Akteuren nicht auf die Füße?

Das wird sich auch der Ex-Sturm-Spieler Ekrem Dag fragen, der Woche für Woche für den Spitzenklub Besiktas Istanbul im Einsatz ist. Der kurdische Mittelfeldmann hatte sich schon vor Jahren für den ÖFB und gegen den türkischen Verband entschieden und wechselte erst im Sommer um eine Million Euro von Giazantepspor an den Bosporus. transfermarkt.de schätzt seinen Marktwert aktuell auf rund zwei Millionen. Auch kein Schlechter, mag man nun denken.

Wäre es nicht langsam Zeit, auch mal Scouts ins vergessene Land zu schicken?

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~ von Stoffl - Oktober 9, 2008.

4 Antworten to “Die Türkei – Ein vergessenes Land”

  1. vor allem eine Flügelzange Korkmaz-Dag mit Janko in der Mitte und Ivanschitz – Säumel dahinter würd ich extrem sexy finden 🙂

  2. wie schaut`s eigentlich mit korkmaz aus. haben sie ihm die beine amputiert in frankfurt? wann spielt er wieder. der könnte in deutschland ganz groß rauskommen, mit der form die er vor und bei der euro hatte.

  3. Der trainiert seit heute wieder, könnte gegen Leverkusen im Kader stehen. Trainer Funkel setzt voll auf ihn, weil offensiv zuletzt nichts lief. Kam heute über die dpa!

  4. Aghahowaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa HetriiK

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