Eitle Gockel, tief beleidigt


Noch nicht einmal in Amt und Würden, fliegen bereits die ersten Giftpfeile auf den neuen Teamchef Karel Brückner oder „Klekih-petra“ (siehe Artikel „In der Schussbahn der Ganoven„). Die Attentäter sind keine Unbekannten …

Der alte, graue Falke des österreichischen Fußballs, Johann K., gab in einem Exklusiv-Interview für oe24.at (Video) zu Protokoll, dass er die Entscheidung des ÖFB „erst verdauen“ müsse und er keine Ahnung habe, wer auf „den“ (gemeint ist Brückler) kommt. Befragt nach seinem persönlichen Favoriten, ließ sich der Ex-Teamchef nicht in seine Karten blicken. Interessant: Auch über Herzog spricht Krankl eher despektierlich („war noch nie Fußballtrainer“).

Gut, von Krankl war kaum eine andere Reaktion zu erwarten. Solange Friedrich Stickler Präsident ist, wird der „Goleador“ wohl nicht aufhören, „ÖFB-Bashing“ zu betreiben. Der eitle Gockel hat ja – trotz seiner Meinung nach überragenden Erfolge (siehe Artikel „Krankls Ego“ auf europhobie2008.blog.de) –  im Herbst 2005 den Teamchefposten an Herzog/Ruttensteiner bzw. später Hickersberger verloren. Diese „Demütigung“ hat Krankls Ego anscheinend bis heute nicht verkraftet.

Verwunderlicher ist da ein Kommentar von Felix Gasselich. Gasselich wer? Der Ex-Internationale (19 Länderspiele) war laut Wikipedia NIE Fußballtrainer, dennoch ließ der Unternehmer (Gebäudereinigung) und Ex-Gemeinderat der niederösterreichischen Gemeinde Laxenburg gegenüber Medien den denkwürdigen Satz los: „Der ÖFB wird zum Senioren-Bund.“ Selten so gelacht und im Gegensatz zu Andreas Khol hat selbst Stickler mehr Ahnung von Fußball.

Dem unbedarften Beobachter bleibt der Eindruck, dass die „78er-Connection“ schockiert ist, nicht einen der ihren (Jara, Schachner) bzw. einen anderen Kandidaten aus dem Dunstkreis der ewigen „Legenden“ (Constantini, Zsak …) durchgebracht zu haben. Karel Brückner wird immun gegen Einflüsterer sein und auf die Empfindlichkeiten der Altvorderen keine Rücksicht nehmen. Warum sollte er? Die Erfolge, die Brückner mit Tschechien erreicht hat, erreichen seine neuen Kritiker nur in ihren Träumen.

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~ von jackoby - Juli 26, 2008.

Eine Antwort to “Eitle Gockel, tief beleidigt”

  1. hoffentlich hat Brückner die nötige Distanz, um sich nicht von den vielen oben genannten dazwischen reden zu lassen! Aber ich glaube genau deswegen wird er eine sehr gute Wahl sein, da er den erforderlichen, nüchternen, objektiven Außenblick hat!

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